SKC-Algorithmus – Umfassendes Management des Vorhofflimmerns
Das umfassende Management des Vorhofflimmerns (VHF) basiert auf drei Säulen:
- Prävention von Schlaganfall und Thromboembolie mittels Antikoagulationstherapie
- Adäquate Behandlung von Komorbiditäten und Eliminierung von Risikofaktoren
- Elimination des VHF (Aufrechterhaltung des Sinusrhythmus) oder Linderung der VHF-Symptome
Das Kompendium der Empfehlungen für VHF (2026) verwendet den SKC-Algorithmus zur Behandlung von VHF; die Abkürzung SKC steht für:
- SK – Slowakei
- C – CINRE, das kardiologische Zentrum, in dem der Autor der Leitlinien tätig ist: Peter Blahut
| SKC-Algorithmus (Umfassendes Management des Vorhofflimmerns) |
| S |
Stroke
- Ziel ist die Prävention von Schlaganfall und Thromboembolie mittels Antikoagulationstherapie.
- Die Antikoagulation ist gemäß dem CHA2DS2-VA-Score indiziert.
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| K |
Keep the Sinus Rhythm
- Ziel ist die Aufrechterhaltung des Sinusrhythmus mittels:
- antiarrhythmischer Therapie
- Pulsed-Field-Ablation
- Im Sinusrhythmus werden Symptome reduziert oder verschwinden häufig vollständig.
- Wenn der Sinusrhythmus nicht aufrechterhalten werden kann, erfolgt eine Strategie der Frequenzkontrolle.
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| C |
Comorbidities and Risk Factors
- Ziel ist die adäquate Behandlung von Komorbiditäten und die Eliminierung von Risikofaktoren.
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Umfassendes VHF-Management gemäß dem SKC-Algorithmus:
- Ist bei allen Patienten mit VHF identisch, unabhängig von der Klassifikation nach Episodentyp (paroxysmal, persistierend, permanent).
- Bei substantieller Modifikation von Komorbiditäten und Risikofaktoren
- kann es zu einer Regression des VHF kommen: persistierendes → paroxysmales VHF.
- Ein vollständiges Verschwinden des VHF ist selten (<10 %).
- Die Aufrechterhaltung des Sinusrhythmus wird primär durch antiarrhythmische Therapie und Ablation unterstützt.
Es existieren mehrere Algorithmen zur Behandlung des VHF, die alle auf gemeinsamen Prinzipien beruhen: Schlaganfallprävention, Rhythmus- oder Frequenzkontrolle sowie Behandlung von Komorbiditäten und Risikofaktoren. In der klinischen Praxis werden folgende Algorithmen verwendet:
SKC-Algorithmus
- S (Stroke)
- K (Keep the Sinus Rhythm)
- C (Comorbidities and Risk Factors)
ABC-Algorithmus (Europäische Leitlinien 2020, Asiatische Leitlinien 2021):
- A (Avoid Stroke)
- B (Better Symptom Management)
- C (Cardiovascular and Other Comorbidities / Risk Factors)
SOS-Algorithmus (Amerikanische Leitlinien 2023)
- S (Stroke risk assessment and treatment)
- O (Optimize all modifiable risk factors)
- S (Symptom management)
AF-CARE-Algorithmus (Europäische Leitlinien 2024)
- AF (Atrial Fibrillation)
- C (Comorbidities and risk factors)
- A (Avoid Stroke)
- R (Reduce symptoms by rate and rhythm control)
- E (Evaluate and reassess)
| SKC-Algorithmus – Umfassendes Management des Vorhofflimmerns |
Klasse |
| Ein umfassendes VHF-Management wird gemäß dem SKC-Algorithmus empfohlen. |
I |
| Das umfassende VHF-Management ist identisch, unabhängig von der Klassifikation des VHF nach Episodentyp (paroxysmal, persistierend, permanent). |
I |