Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) ist ein übergeordneter Begriff, der die atherosklerotische Beteiligung von Arterien außerhalb der Koronararterien und der Aorta umfasst. Bei PAVK entwickeln sich progredient Stenosen (Einengungen) und schließlich Okklusionen (Verschlüsse) peripherer Arterien. Die wichtigsten Risikofaktoren der PAVK sind ähnlich wie beim Vorhofflimmern (VHF):
| Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) – Beteiligung peripherer Arterien | |
|---|---|
| Periphere Arterien | Prävalenz bei PAVK (%) |
| Arterien der unteren Extremität | 40 – 50 % |
| Karotisarterien | 20 – 30 % |
| Arterien der oberen Extremität | 5 – 10 % |
| Nierenarterien | 5 – 10 % |
| Mesenterialarterie | 1 – 2 % |
Die Prävalenz der PAVK in der Bevölkerung beträgt 1–5% (>15% bei älteren Patienten >80 Jahre).
Der Begriff PAVK wird häufig synonym für die PAVK der unteren Extremität (LE-PAVK) verwendet, da diese die häufigste Form der PAVK darstellt. Bei Patienten mit VHF beziehen sich die meisten verfügbaren Daten daher auf die Kombination aus VHF und LE-PAVK.
Eine LE-PAVK liegt bei 6–14% der Patienten mit VHF vor.
Die häufigsten Symptome der LE-PAVK:
Eine Hochrisiko-LE-PAVK ist definiert als:
Eine asymptomatische LE-PAVK erfordert keine Thrombozytenaggregationshemmung oder Antikoagulation.
Wenn ein Patient PAVK und VHF mit Indikation zur Antikoagulation hat, wird eine alleinige Antikoagulation durchgeführt (ohne Thrombozytenaggregationshemmung).
Ein Patient mit VHF (mit Indikation zur Antikoagulation) nach Revaskularisation wegen PAVK
| Periphere arterielle Verschlusskrankheit und Vorhofflimmern | Klasse |
|---|---|
| Bei PAVK und VHF (mit Indikation zur Antikoagulation) wird eine alleinige Antikoagulation (bevorzugt NOAK) ohne Thrombozytenaggregationshemmung empfohlen. | I |
PAVK - Periphere arterielle Verschlusskrankheit NOAK – Nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban, Edoxaban)
Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.