Jede mechanische Klappe ist ein hochthrombogenes Material; daher muss jeder Patient – unabhängig vom Vorliegen von Vorhofflimmern (VHF) – eine Antikoagulation einnehmen, und zwar Warfarin (nicht DOAK).
Warfarin ist wirksamer, da es die Gerinnungskaskade auf vier Ebenen blockiert.
Etwa 0,01% der Bevölkerung haben eine mechanische Klappe.
VHF tritt bei 30–40% der Patienten mit mechanischer Klappe auf.
Das Risiko einer Klappenthrombose bei mechanischer Klappe nach Absetzen von Warfarin steigt graduell bis auf 20–40% pro Jahr.
Prothesenklappen werden unterteilt in:
Der Hauptvorteil einer mechanischen Klappe gegenüber einer bioprothetischen Klappe ist
Mechanische Klappe:
Bioprothetische Klappe:
| Antikoagulation und mechanische Klappe | Klasse |
|---|---|
| Bei Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) und mechanischer Klappe (valvuläres VHF) ist Warfarin immer indiziert, unabhängig vom CHA2DS2-VA-Score. | I |
| Bei Patienten mit VHF nach Implantation einer bioprothetischen Klappe ist Warfarin in den ersten 3 Monaten indiziert; danach ist eine Antikoagulation (DOAK oder Warfarin) entsprechend dem CHA2DS2-VA-Score indiziert. | I |
Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.