Die Thrombozytenaggregationshemmung inhibiert Enzyme oder Rezeptoren auf Thrombozyten und verhindert dadurch die Thrombozytenaggregation, die am häufigsten nach einer Endothelschädigung in den Arterien auftritt.
Die Thrombozytenaggregationshemmung wird nach dem inhibierten Enzym oder Rezeptor klassifiziert. Die grundlegende Einteilung umfasst:
In der klinischen Praxis werden ASS und Clopidogrel am häufigsten eingesetzt.
Die Hauptindikation für eine Thrombozytenaggregationshemmung ist die Prävention und Behandlung atherosklerotischer arterieller kardiovaskulärer Erkrankungen:
Die Thrombozytenaggregationshemmung verhindert die Bildung eines Thrombozytenthrombus, der sich nach Endothelschädigung einer Arterie entwickelt.
Die Thrombozytenaggregationshemmung bei VHF verhindert keine Thromboembolien und ist keine Alternative zur Antikoagulationstherapie.
| Risiko für Thromboembolien und Vorhofflimmern | Klasse |
|---|---|
| Eine Thrombozytenaggregationshemmung wird zur Prävention von Thromboembolien bei Vorhofflimmern (VHF) nicht empfohlen. | III |
| Zur Prävention von Thromboembolien bei Patienten mit VHF wird die Kombination aus Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmung nicht empfohlen. | III |
Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.