Die Prävention des Vorhofflimmerns (VHF) besteht in der gezielten Behandlung von Komorbiditäten und der Modifikation von Risikofaktoren, die zur Entstehung (Inzidenz) von VHF beitragen. Ziel der Prävention ist es, das erstmalige Auftreten von VHF zu verhindern.
Grundprinzipien der VHF-Prävention:
| Prävention des Vorhofflimmerns | Klasse |
|---|---|
| Eine adäquate Behandlung der arteriellen Hypertonie (<140/90 mmHg) reduziert die Inzidenz von VHF. Bevorzugte Substanzen sind ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker. | I |
| Eine adäquate Behandlung der Herzinsuffizienz reduziert die Inzidenz von VHF. Bei allen Patienten mit Herzinsuffizienz werden SGLT2-Inhibitoren sowie Diuretika (bei Zeichen der Stauung) empfohlen. | I |
| Die Aufrechterhaltung eines BMI <27 kg/m² reduziert die Inzidenz von VHF. | I |
| Regelmäßige moderate aerobe Aktivität (zügiges Gehen, Radfahren, Laufen) mindestens 5-mal pro Woche für 30 Minuten reduziert die Inzidenz von VHF. | I |
Die maximale Alkoholmenge, die die Inzidenz von VHF nicht erhöht, beträgt bis zu 3 Standardgetränke innerhalb von 7 Tagen. Ein Standardgetränk ist definiert als:
|
I |
| Exzessiver Alkoholkonsum (Binge-Drinking) wird nicht empfohlen, da er die Inzidenz von VHF erhöht. | III |
| Eine adäquate glykämische Kontrolle bei Patienten mit Diabetes mellitus reduziert die Inzidenz von VHF. Bevorzugte Therapieoptionen sind SGLT2-Inhibitoren oder Metformin. | I |
| Rauchen wird nicht empfohlen, da es die Inzidenz von VHF erhöht. | III |
Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.