Die arterielle Hypertonie (AH) ist definiert als wiederholt gemessener Blutdruck >140/90 mmHg.
Eine unkontrollierte arterielle Hypertonie (AH) erhöht die Inzidenz und verschlechtert den klinischen Verlauf des Vorhofflimmerns (VHF).
Bei AH entwickeln sich eine linksventrikuläre Hypertrophie und eine gestörte Relaxation mit konsekutiver diastolischer Dysfunktion. In der Folge steigt der linksatriale Druck an, was zu einer Dilatation und Fibrose des linken Vorhofs führt. Es kommt zu einem atrialen Remodeling. Die AH schafft ein Substrat für VHF und verschlechtert VHF über drei Hauptmechanismen:
Eine unkontrollierte AH erhöht – unabhängig vom Vorliegen eines VHF – das Risiko für:
| Arterielle Hypertonie | |
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Definition
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Symptome
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Diagnose
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Die Therapiestrategie bei AH ist ein Zielblutdruck von 120–129/70–79 mmHg,
Ältere Patienten (>70 Jahre) können von einem höheren systolischen Blutdruck von 130–150 mmHg profitieren, um:
ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker gehören zu den antihypertensiven Substanzen, die die Inzidenz von VHF am effektivsten reduzieren und dessen Verlauf günstig beeinflussen.
Jede Senkung des systolischen Blutdrucks um 5 mmHg reduziert das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses um 9 %. Zu den kardiovaskulären Ereignissen zählen:
| Arterielle Hypertonie und Vorhofflimmern | Klasse |
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| Eine adäquate Behandlung der arteriellen Hypertonie (<140/90 mmHg) reduziert die Inzidenz, verbessert den klinischen Verlauf des VHF und senkt das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse. | I |
| Die Therapiestrategie der arteriellen Hypertonie ist ein Zielblutdruck von 120–129/70–79 mmHg, unabhängig von der Kombination antihypertensiver Substanzen zur Erreichung dieses Zielwerts. | I |
| ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker sind die bevorzugten antihypertensiven Substanzen bei Patienten mit Vorhofflimmern. | IIa |
Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.