Die Frequenzkontrolle (Kontrolle der ventrikulären Antwort) ist eine sekundäre Behandlungsstrategie beim Vorhofflimmern (VHF).
Die Ziel-Kammerfrequenz (QRS) unter langfristiger Frequenzkontrolle des VHF sollte sein:
Die Strategie der Frequenzkontrolle beim VHF umfasst:
Bei Diagnose eines VHF ist eine Antikoagulation entsprechend dem CHA2DS2-VA-Score indiziert
| Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern | Klasse |
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| Eine akute Frequenzkontrolle bei VHF wird bei jedem hämodynamisch stabilen Patienten mit neu diagnostiziertem VHF empfohlen, bei dem ein Thrombus im linken Vorhof nicht ausgeschlossen wurde. | I |
Bei präexzitiertem VHF sind Arzneimittel, die die AV-knotale Überleitung verlangsamen, kontraindiziert:
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III |
Zur Frequenzkontrolle (akut oder chronisch) bei einem Patienten mit VHF und EF <40% werden folgende empfohlen:
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I |
Zur Frequenzkontrolle (akut oder chronisch) bei einem Patienten mit VHF und EF >40% werden folgende empfohlen:
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I |
| Eine Kombinationstherapie zur Frequenzkontrolle sollte erwogen werden, wenn die Wirkung eines einzelnen Arzneimittels unzureichend ist. | IIa |
Die Ziel-Frequenz unter langfristiger Frequenzkontrolle des VHF sollte sein:
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IIa |
Eine Pace-and-ablate-Strategie (AV-Knoten-Ablation + Schrittmacher) sollte erwogen werden, wenn VHF symptomatisch ist und ein Versagen vorliegt von:
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IIa |
Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.