Electrophysiology CINRE, hospital BORY
Vorhofflimmern: Leitlinien (2026) Kompendium / 7.4 Hohes thromboembolisches Risiko bei Vorhofflimmern

Hohes thromboembolisches Risiko bei Vorhofflimmern


Basierend auf Daten aus klinischen Studien gibt es 3 klinische Situationen, in denen Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) eine Antikoagulation unabhängig vom CHA2DS2-VA-Score erhalten müssen:

  • Valvuläres VHF (Warfarin wird immer verabreicht):
    • Mechanische Klappe
    • Mitralklappenstenose (mittelgradig oder hochgradig)
  • Hypertrophe Kardiomyopathie (bevorzugt DOAK oder Warfarin)
  • Kardiale Amyloidose (bevorzugt DOAK oder Warfarin)
Infografik zur Darstellung von Vorhofflimmern mit hohem thromboembolischem Risiko bei valvulärem Vorhofflimmern, hypertropher Kardiomyopathie und Amyloidose mit empfohlener Antikoagulation mit Warfarin oder NOAK.
Antikoagulation (unabhängig vom CHA2DS2-VA-Score) und Vorhofflimmern
Klinische Situation Antikoagulation
Valvuläres VHF
  • Mechanische Klappe
  • Mitralklappenstenose (mittelgradig oder hochgradig)
Warfarin (nicht DOAK)
Hypertrophe Kardiomyopathie und VHF Bevorzugt DOAK oder Warfarin
Kardiale Amyloidose und VHF Bevorzugt DOAK oder Warfarin

DOAK – direktes orales Antikoagulans (Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban, Edoxaban)


Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.

Peter Blahut, MD

Peter Blahut, MD (Twitter(X), LinkedIn, PubMed)