Electrophysiology CINRE, hospital BORY

Schlafapnoe-Syndrom


Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist eine Schlafstörung, die gekennzeichnet ist durch

  • rezidivierende Episoden einer Obstruktion der oberen Atemwege während des Schlafs mit apnoischen Pausen.
  • Dies führt zu einer beeinträchtigten Oxygenierung des Blutes in der Lunge.
  • Während der apnoischen Pausen kommt es zu einer Hypoxie der Organe, des Myokards und der Vorhöfe.
  • Es entwickelt sich eine atriale Fibrose mit konsekutivem atrialem Remodeling.
    • Dadurch entsteht ein Substrat für Vorhofflimmern (VHF).

Die Prävalenz des SAS beträgt 5–15 % und es tritt bei Männern dreimal häufiger auf als bei Frauen.

Die Prävalenz korreliert mit dem BMI; jede Zunahme des BMI um 5 kg/m² verdreifacht das Risiko für SAS.

Illustration zur Darstellung des Schlafapnoe-Syndroms als bedeutenden Risikofaktor für Vorhofflimmern mit EKG-Aufzeichnung der Arrhythmie.
Schlafapnoe-Syndrom
Definition
  • Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist eine Schlafstörung, die durch rezidivierende Episoden einer Obstruktion der oberen Atemwege während des Schlafs mit apnoischen Pausen gekennzeichnet ist.
Symptome
  • Während des Schlafs:
    • Schnarchen
    • Atempausen
    • Unruhiger Schlaf
    • Nächtliches Erstickungsgefühl
    • Ausgeprägtes nächtliches Schwitzen
  • Tagsüber:
    • Tagesschläfrigkeit
    • Konzentrationsstörungen
    • Reizbarkeit
Diagnose
  • SAS wird in Schlaflaboren diagnostiziert.
  • Oder mittels Smart Devices mit entsprechender Funktion (Apple Watch).

Die Behandlung des SAS erfolgt mittels einer Maske, die einen kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck in den oberen Atemwegen erzeugt; das Gerät wird als CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) bezeichnet.

Schlafapnoe-Syndrom und Vorhofflimmern Klasse
Eine adäquate Behandlung des Schlafapnoe-Syndroms reduziert die Inzidenz und verbessert den klinischen Verlauf des Vorhofflimmerns. IIb

Diese Leitlinien sind inoffiziell und stellen keine offiziellen Leitlinien dar, die von einer kardiologischen Fachgesellschaft herausgegeben wurden. Sie dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken.

Peter Blahut, MD

Peter Blahut, MD (Twitter(X), LinkedIn, PubMed)